Nachdem die Hohenruppersdorfer Fußwallfahrt nach Mariazell Mitte August erfolgreich beendet wurde, startet am 3.9. jene nach Mikulov.

Bereits zum zehnten Mal fand die Wiederaufnahme der Gelöbnis-Fußwallfahrt statt. Aus diesem Anlass wurde vom Verein Hohenruppersdorfer IMPULSE für Dorfaktivitäten ein eigenes Pilgerlogo entwickelt und die Wallfahrer mit einheitlichen T-Shirts, versehen mit dem Logo „Ja zu Jesus“ ausgestattet. So sind sie dann diesen Sonntag bei den Sieben Rusten angekommen.

Es war wieder eine Wallfahrt der Generationen: die jüngste Mitpilgerin, Lisa Edelhauser, erwanderte mit ihren 15 Jahren die Ziele ebenso zu Fuß wie die älteren MitpilgerInnen, während Adelheid und Rupert Vock zwar nicht mehr mitwandern konnten, die Wallfahrergruppe aber in bewährter und liebevoller Manier nicht nur mit ihrem Begleitfahrzeug unterstützten und betreuten.

Ursprünglich wurde diese Wallfahrt im 17. JH aus Anlass der Pein der Pest gelobt. Mit Grenzschließung zur Zeit des II. Weltkrieges wurde die Wallfahrt abgebrochen. Als Ersatzwallfahrt bürgerte sich die 7-Rusten Wallfahrt ein.

2006 wurde auf Initiative der Hohenruppersdorfer IMPULSE diese Pilgerung wieder aufgenommen und auch dieses Jahr ging eine Gruppe Fußwallfahrer den Weg nach Nikolsburg und wieder retour. Die Wallfahrt endete am Sonntag, den 6. Sept., gemeinsam mit der "7-Rusten Wallfahrt", an der jährlich viele Umlandgemeinden der Region teilnehmen.

Als Geste des Dankes wurde jenen, die entlang der Strecke diesen Pilgergang alljährlich unterstützen (Mesner, Priester, Unterkunftgeber …) ein Jubiläums-Pilgerwein des Weingutes Epp-Krottendorfer überreicht, wofür sich die Beschenkten herzlich bedankten.

Aufgrund des vorhergehenden, ausgiebigen Regens konnte die ursprünglich geplante Agape am Hl. Berg nicht gehalten werden.

Etwas mehr als 100 km sind die Mikulov Pilger betend, singend, dankend und lachend gegangen.

Pfarrer Norbert Orglmeister und Bürgermeister Gindl verabschiedeten die Gruppe am Donnerstag und nahmen an der Hl. Messe in Mikulov, auf dem Hl. Berg, teil.

Am Sonntag, bereits auf dem Retourweg, schloss sich die Hohenruppersdorfer Gruppe zuerst den Erdpresser Pilgern und später beide jener von Spannberg an.

Später stießen Pilgergruppen aus Ebenthal, Ollersdorf, Prottes, von weiteren Umlandgemeinden und auch die Hohenruppersdorfer Ortsbevölkerung dazu.

Mit klingendem Spiel des Musikvereines Ortsmusik Hohenruppersdorf wurde gemeinsam die Heilige Messe gefeiert.

Pf. Orglmeister hielt diesmal die Predigt und Dechant P. Karl war Hauptzelebrant.

Pf. Orglmeister in seiner Predigt:

Menschen pilgern zu Wallfahrtsstätten wie den 7 Rusten, obwohl dort keine Infrastruktur geboten– dafür aber die Schönheit der Schöpfung erkennbar ist. Und das trotz drohendem Regen. Sie nehmen Strapazen (auch Opfer) auf sich, um dem Schöpfer näher zu kommen + die Mutter Jesu um Fürsprache zu bitten.

Die Wallfahrt lässt uns spüren, dass wir gemeinsam Volk Gottes sind

+ dass der Vater im Himmel uns trägt und beschützt – so, wie ER Maria + Josef mit Jesus geführt hat!

Daher ist es auch gut, unsere Bitten/unsere Anliegen an die Hl. Familie, mit der Bitte um Fürsprache, zu adressieren.

Nach einer Schutzengelandacht ging es - über eine projektierte Teilstrecke des Franziskus-Rundweges –

zurück nach Hohenruppersdorf, wo die Pilger die Wallfahrt müde, aber glücklich und zufrieden beendeten.

Die traditionelle Wallfahrt zu den Sieben Rusten ist seit vielen Jahren eine wunderschöne Regionswallfahrt zu Maria Geburt.

 

 

   

Fotos von: F. Marschler