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(Messstelle des Hydrografischen Dienstes NÖ und Phänologie Station der ZAMG Operationeller Dienst: Roman Rautenberg)

Stimmen zum Projekt

Elfi Sommer (Gastronomievertrauensfrau): „Mariazell hat eine 90%-ige Auslastung durch PilgerInnen. Das ist über eine lange Zeit gewachsen, doch das Projekt Franziskusweg ist für uns eine wichtige Bereicherung und sehr positiv zu bewerten. Und ich sehe eine Chance für ein Zusatzangebot der Gastronomie u.a. Zimmerbetreiber – gedacht ist zB. an Bier, Kaffee und Speisen."

Hannes Weitschacher (Weimviertel Tourismus Chef): „Ich bin froh über dieses Projekt und seine Entwicklung. Für eine touristische Bewerbung muss noch die nötige Info vorhanden sein. D.h. Infos im Internet und idealerweise zumindest eine Karte oder ein kleines Wanderheft."

Kurt Jantschitsch (KRV Obmann) erläutert: „Das Projekt ergänzt das touristische Angebot der Region in einem eigenen, zusätzlichen Bereich."

 

Hintergrund zur Projektidee

Seit 2013, dem Wahljahr des Papstes Franziskus I., arbeiten wir am Konzept der Idee eines Franziskusweges.

Die Idee geht davon aus, dass jeder Ort unserer Region zwar sein kulturelles Highlight anzubieten hat, der Tourismus aber nach wie vor sanft schlummert und die Betriebe (Kaufhäuser, Gastwirte u.a.) immer schwerer überleben können. Andererseits gibt es immer mehr Fuß-Pilger.

So entstand die Idee, deren Sinn und Ziel eine

· christlich-spirituelle

· gesundheitlich-/sportliche und

· kulturelle (ortsübergreifende) Aktivierung der Menschen ist,

kombiniert mit einem kleinen, aber merkbaren wirtschaftlichen Impuls sowie mit einem christlichen Impuls (Möglichkeiten zu Reflektion, Messbesuch, Beichte ...).

In wirtschaftlicher Sicht würden im Wesentlichen die Kaufhäuser und Bewirtungs- und Herbergungsbetriebe unserer Kleinregion profitieren

Das Konzept ist derart ausgerichtet, dass sich dieser Weg aber auch von bisherigen unterscheidet (und nicht nur eine 'Nachahmung' darstellt).

 

 

Der Weg

 

Der Weg führt etwas über ca. 135 km, die für einen klassischen Fußpilger in einer Urlaubswoche recht gut geschafft werden können. Für Interessierte, die den Weg gerne in kleineren Runden gehen möchten, gibt es 'Verbindungswege'. Alle Wege können nach Plan oder mittels Sprachnavigation begangen werden.

Sie führen durch das wunderschöne, südliche Weinviertel, mit jederzeitiger 'Ein- und Ausstiegsmöglichkeit' in 28 Orten. Dabei trifft die Weitläufigkeit des niederösterreichischen Marchfeldes die sanft hügelige und vielfältig bewirtschaftete weinviertler Landschaft mit ihren einzigartigen Kellergassen. Entstressung des Alltags kann der Wanderer oder Pilger durch die abwechslungsreiche Landschaft, bei Vogelgesang im freien Feld, Spiritualität, Geselligkeit und Gesundheitsangeboten sehr rasch erleben. Traditionelle Schmankerl und ein hervorragendes Tröpfchen edlen Weines tragen ebenfalls dazu bei. Wallfahrtsorte, touristische Ziele. Lehrpfade und idyllische Hohlwege ergänzen die natürliche Schönheit von Feld-, Wald-, Weinwirtschaft und Fischzucht.

Folgende Gemeinden sind (in alphabetischer Reihenfolge) in die Wegstrecke eingebunden: Atzelsdorf, Auersthal, Bad Pirawarth, Blumenthal, Ebenthal, Erdpreß, Gaiselberg, Gaweinstal, Gr. Inzersdorf, Gr. Schweinbarth, Höbersbrunn, Hohenruppersdorf, Kl. Harras, Kollnbrunn, Loidesthal, Martinsdorf, Matzen, Nexing, Niedersulz, Obersulz, Pellendorf, Prottes, Raggendorf, Schönkirchen-Reyersdorf, Schrick, Spannberg, Velm Götzendorf und Zistersdorf.

Die Routen berücksichtigen die Vielfalt unserer Landschaft und Kultur, als auch Sehenswürdigkeiten. Der Weg führt teilweise auf Asphalt, Schotter oder Grasnarbenweg (tw. auf Radwegen und soweit wie möglich weg von mit Autos frequentierten Straßen). Bei der Wegführung flossen unsere Erfahrungen aus pilgernden Wanderungen im In- und Ausland mit ein.

Ab 2021 wird der Weg von Weinviertel Tourismus als Rundweg (Nord- u. Süd-) mit Start u. Ziel in Bad Pirawarth beworben. Parken empfiehlt sich bei der/den Kirchen, bzw. empfehlen wir nach Möglichkeit den Parkplatz beim gebuchten Quartier zu nutzen.

Routenbeschreibung Franziskusweg Weinviertel

Infos und Kartendetails im praktischen Format finden Sie in dieser Broschüre. Sie ist im Regionsbüro (02574/29342) bestellbar:

 

Pilgerpass

Der Pilgerpass bietet einen Überblick, als auch eine Einstimmung auf den Weg. Er ladet ein zur Selbstreflexion und bietet ein kleines Rätselspiel.

Natürlich aber auch die Möglichkeit, sich zur Erinnerung die Stempel je Ort zu holen.

Die Teilnehmenden Orte sind auf dem Übersichtsplan ersichtlich. Jeweils bei der Kirche befinden sich die Stempelstellen. Einheitliche, gekennzeichnete Stempel-Boxen sollten leicht zu finden sein. Der jeweilige Lösungsbuchstabe findet sich – nicht in jedem Ort – auf der Deckel-Innenseite.

Den Pilgerpass gibt es ab Eröffnung bei den Gemeinden oder auch bei der Pilgerstelle der Erzdiözese Wien (01/51552-0).

 

Das Logo

Der Zistersdorfer Künstler Franz Rauscher erklärte sich nebst anderen Künstlern spontan bereit, dieses Projekt zu unterstützen und sich dabei einzubringen.
Auf der Basis der Angaben von IMPULSE erarbeitete er das Logo für diesen Weg:

Das Herz steht für die göttliche Liebe.

Der Stich der Lanze lässt dieses Herz vor Liebe überquellen

und aus dem geöffneten Herzen wächst das Kreuz, das Symbol der Erlösung, an dem sich Schuld in göttliche Gnade wandelte.

In Form des ‘Tau‘ wirkt es wie die Kraft Gottes im Heiligen Geist, der Taube,

bzw. symbolisiert auch die erlöste, sich in den Himmel aufschwingende, Seele.

Unter Einbindung anderer Künstler und Freiwilliger wurde auch eine Idee für eine entsprechende Skulptur, die den Weg in der Folge eindeutig erkennen lässt, gearbeitet.

 

                          

 

Das Motto

Das Motto des Weges gilt einer Orientierung hin zu Gott. Ein gutes Leben kann gelingen, wenn wir uns nach den Geboten Gottes und dem Auftrag Jesu richten, den Er vor Seinem Leiden gegeben hat: „Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“ (s. Joh 15;9-17). Das Zeichen der Pilger auf dem Franziskusweg sind daher die beiden hochgestreckten Daumen (s. Foto). Diese ergeben eine 11 (10 + 1) und stehen für das Bemühen unser Leben in Demut, Dankbarkeit und Liebe auszurichten.

 

Feedback von PilgerInnen

In Kleingruppen sind wir den wesentlichen Teil des derzeitigen Wegvorschlages schon gegangen - und haben das sehr genossen!

Bericht von der 1. Bürgermeisterwallfahrt am 17.April 2016

Bericht von der 4-Tages-Wallfahrt von 19. - 22. Mai 2016

 

Der Status

Die Projektidee wurde ab Herbst 2014 innerhalb des Regionsvereines den BürgermeisterInnen, sowie dem Weinviertel Management und auch kirchlichen Vertretern präsentiert. Die Umsetzung erbeten.

Somit folgte ein Wegvorschlag und dieser wurde nach Prüfung durch die Gemeinden freigegeben.

Auf eine Beschilderung der Wegstrecke wurde bewusst verzichtet, um eine ‘Verschilderung‘ zu vermeiden. Heute sind Schilder auch nicht mehr nötig, denn mittels Handy oder Navi gibt es genug elektronische Möglichkeiten. Wer aber dennoch lieber Papier in Händen hält, kann auch mit einem Plan arbeiten, den man sich selber ausdrucken kann. Dazu werden GPX-Dateien online zur Verfügung stehen.

Heuer fanden bereits mehrere Fußwallfahrten auf Teilstrecken dieses Weges statt und auch für kommendes Jahr sind schon weitere Wallfahrten geplant.

Im Sept. 2016 wurde unser großes Projekt 'Franziskusweg Weinviertel' feierlich und unter Anwesenheit der politischen Vertreter aller involvierten Orte durch Herrn Weihbischof DI Mag. Turnovszky eröffnet.
Zum Abschluss der Mikulov-Fußwallfahrt und im Anschluss an die traditionelle Sieben Rusten Wallfahrt gestaltete die Junge Kirche unserer Region einen schwungvollen Lobpreis.

 

Dabei wurde das dreidimensional gestaltete Logo eingeweiht. Dieses wurde auf dem ersten, beim Hohenruppersdorfer Erlebnis-Weingartl positionierten, Stationszeichen aufgesetzt. Das Stationszeichen ist mit einem der Namen Gottes versehen und ladet so u.a. zum interreligiösen Dialog ein. Weitere Stationszeichen sollen entlang des Weges aufgestellt werden.

Es wurden Pilgerpässe aufgelegt, welche bei den am Weg befindlichen Gemeinden aufliegen. Der Pilgerpass ladet Sie ein, den Weg zur persönlichen Reflexion zu nützen. Bei den Kirchen finden sich einheitlich gestaltete Stempel-Boxen: mittels Pilgerstempel kann die bereits begangene Wegstrecke in den Pilgerpässen dokumentiert werden.

Ergänzend wurde ein Wanderheft in Hemdtaschen-Format produziert, das die Wegstrecke, -beschreibungen und wichtige Infos enthält. Dieses ist über den Weinviertel Tourismus, das Regionsbüro oder bei den lokalen Gemeindeämtern erhältlich.

Dann haben wir nach weiteren Unterstützern und Sponsoren gesucht um weitere Zeichen auf dem Weg setzen zu können.

Im Frühjahr 2018 war es soweit und in verschiedenen Gemeinden wurden diese "Glaubenssymbole" gesetzt. Sie dienen als eindeutiges Erkennungszeichen entlang des Weges, als Orientierung und als Meditationsimpulse.

Dazu wurden die vom Zistersdorfer Künstler Franz Rauscher bemalten Tau’s zusätzlich mit den verschiedenen Namen Jesu beschriftet.

 Im Zuge der Teilnahme an der Langen Nacht der Kirchen wurde im Mai 2018 der Franziskusweg Rosenkranz präsentiert – mit Anhänger direkt aus Assisi und individuell geknüpft in unserer Region, ist jeder für sich ein Unikat. + der Verkaufserlös ergeht als Spendenanteil an Mary’s Meals (zugunsten hungernder Kinder). Der Franziskusweg Rosenkranz ist über das Büro des Weinviertel Tourismus, a.a. in manchen Gemeinden entlang des Weges erwerbbar.

Das Projekt selbst ist fertig gestellt und präsentiert sich eindeutig unterscheidbar zu anderen Wander- und Pilgerwegen. Wir arbeiten allerdings dennoch weiter:
2019 an der Erstellung eines entsprechenden, den Weg begleitenden Meditations-Impulses.Weiters die Möglichkeit zur Begehung mittels Gratis-App mit Sprachnavigation (s.u. 'Hinweise zur Wanderung')

 

2019/09 erhielten wir mittels des apostolischen Segens von Papst Franziskus für den Franziskusweg WV eine hochoffizielle Anerkennung.

Es ist die höchstmögliche Auszeichnung für die damit verbundenen christlichen Bemühungen: der apostolische oder päpstliche Segen stellt in der römisch-katholischen Kirche eine besondere Form dar.

Das Dekret wurde vom päpstlichen Vertreter, dem österr. Nuntius an den kirchlichen Paten des Weges, WB DI Mag. Stephan Turnovszky und von diesem an unseren Obmann und Projektinitiator Franz Marschler übermittelt.

2020 wurde in den Kartagen die "Passion Franziskusweg Weinviertel" aufbereitet und via Internet gratis zur Verfügung gestellt, um das Leiden Jesu (trotz Corona Pandemie) zeitnah meditieren zu können.

2020 und 2021 wurde in Kooperation mit dem Regionsmanagement nochmals viel Arbeit investiert: der Weg erweitert, neu als Rundweg ausgeschildert, neue Pilgerpässe und eine attraktive Wegbroschüre mit Mehrwert erarbeitet. Aufgrund der bisherigen, guten Zusammenarbeit haben uns heimische Künstler und ein Franziskaner-Pater mit neuen Bildern für den Weg unterstützt. Als ein weiteres Ergebnis der Aufbereitungsarbeiten der letzten Jahre sind Meditationsimpulse mit eingeflossen (s. d. neue Wegbroschüre: www.franziskusweg-weinviertel.at). Damit entspricht der Franziskusweg WV nun den Kriterien der nächsten Stufe und gilt als Themenweg, entsprechend der Wanderstrategie des Landes NÖ.

 

Hinweise zur Wanderung

· Hinsichtlich öffentlicher Anfahrtsmöglichkeiten klicken Sie bitte hier.

· Unsere Pilgerwege sind für Wallfahrten oder Wanderungen also als Fuß-Wege zusammengestellt. Die Route ist eine Empfehlung, die Begehung erfolgt auf eigene Gefahr. Dabei handelt es sich um keine Route – oder gar Freigabe - für andere Fortbewegungsmöglichkeiten (zB. nicht mit Rad, zu Pferd u.ä.m.)!

· Wir bitten um Rücksichtnahme auf Natur (Wald, Grundstücke, Felder und Weingärten) und Mensch (Radfahrer, Landwirte, Wanderer, Jäger). Vor allem auch darum, nur bei guter Sicht (Tageslicht!) zu gehen und bei einbrechender Dunkelheit Windschutzgürtel und Wald zu meiden oder rechtzeitig rasch zu verlassen!

· Bitte um Beachtung von Warnhinweisen! – Z.B. im Falle von Schnee und Eis sind die Wege nicht begehbar (v.a. Rutschgefahr und Gefahr des Eiswurfes im Bereich von Windrädern), Jagdhinweise u.ä..

· Der Weg kann nicht nur mit der Wegbroschüre und der darin enthaltenen Kartenausschnitte begangen werden! - Wir haben zusätzlich eine Kooperation mit Komoot, zur Anwendung deren Gratis-App mit Sprachnavigation angestrebt und eine entsprechende Beschreibung erarbeitet (s. www.franziskusweg-weinviertel.at).

Impuls zur ortsübergreifenden Zusammenarbeit

Dieser Impuls zu einer orts- und pfarr-, ja bezirks- und dekanatsübergreifenden Zusammenarbeit in Form des „Franziskusweges Weinviertel" dient auch den politisch wie kirchlich angestrebten Zielen zur überörtlichen Kooperation.

     
Fotos von: F. Marschler